Mit dem Rauchen aufhören

Mit dem Rauchen aufhören ist ein schwieriger und langan haltender Prozess. Dennoch lohnt sich die Anstrengung, da ein rauchfreies Leben viele Vorteile, vor allem gesundheitlicher Art, mit sich führt.

Risiko Krebs und die Belastung der Lunge

Eine der häufigsten Ursachen für das Entstehen von Lungenkrebs stellt das Rauchen dar. Alleine die Erhöhung des Risikos der Entstehung dieser schweren Krankheit sollte bereits den ausschlaggebenden Punkt für das Aufhören des Rauchens darstellen. Dabei ist zu beachten, dass bereits nach wenigen Jahren des Nichtrauchens die Wahrscheinlichkeit an Lungenkrebs zu erkranken, deutlich geringer als zuvor ist.
Dadurch, dass beim Rauchen vor allem die Lunge und die Bronchien belastet werden, steigen die Fähigkeiten der Lungen sowie der Bronchien bereits nach wenigen Wochen nach dem Aufhören wieder stark an.

Durch das Rauchen steigt allerdings nicht nur das Risiko von Lungenkrebs, sondern auch von der Entstehung von Krebs an der Harnblase, den Nieren oder den Bauchspeicheldrüsen. Bei Nichtrauchern ist dieses Risiko bedeutend geringer.

Risiko sonstiger Krankheiten

Mit dem Rauchen ist allerdings nicht nur das Risiko der Entstehung von Lungenkrebs deutlich erhöht, sondern auch andere (schwere) Krankheiten, wie das sogenannte Raucherbein oder Herzgefäßkrankheiten, werden durch das Rauchen hervorgerufen. Bei Nichtrauchern ist die Gefahr einer solchen Erkrankung bewiesen geringer.
Zudem ist auch der bekannte Raucherhusten bereits nach wenigen Wochen des Nichtrauchens Vergangenheit.
Insgesamt steigt durch das Aufhören des Rauchens die Lebenswahrscheinlichkeit, sowohl bei Männern als auch bei Frauen.

Verlauf von Krankheiten

Andere Krankheiten bzw. Beschwerden, beispielsweise ein einfacher Schnupfen, heilen schneller und können besser abklingen. Dies liegt vor allem daran, dass das Immunsystem bei Nichtrauchern stabiler ist. Zudem wirken bei Nichtrauchern Medikamente und sonstige Medizin besser, da die Organe wie die Leber oder die Niere nicht durch die Giftstoffe des Rauchens belastet werden und frei arbeiten können.

Magen-Darm Trakt

Auch der Magen-Darm Trakt wird durch das Nichtrauchen regeneriert. So werden vor allem die Reizungen im Magen, die häufig durch das Rauchen entstehen, gemindert und schließlich abgeheilt.

Haut

Auch die Haut erfreut sich an dem Nichtrauchen. So wird sie besser durchblutet, wodurch sie eine gesündere Farbe erhält. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Falten der Haut weniger sichtbar sind, sodass die Haut insgesamt weniger alt und frischer aussieht.

Zähne

Die Zähne von Rauchern sind oftmals durch das Nikotin unschön verfärbt. Auch Zahnfleischerkrankungen sind bei Rauchern häufiger als bei Nichtrauchern. Im schlimmsten Fall kann es auch passieren, dass die Zähne nicht nur verfärben, sondern auch geschädigt werden und schließlich ausfallen.

Kondition

Bereits nach wenigen Wochen des Nichtrauchens hat der Körper schon eine verbesserte Kondition, bedingt durch das erhöhte Sauerstoffangebot. Dies wirkt sich auch im Alltag positiv aus, beispielsweise beim Treppensteigen oder beim kurzen Sprint zum Bus. Der Körper erhält mehr Energie, wodurch das, oftmals bei Rauchern auftretende, Müdigkeitsgefühl nicht mehr wahrnehmbar ist. Auch die häufigen Kopfschmerzen beim Aufstehen sind nicht mehr vorhanden.

Vorteile bei Frauen

Durch das Nichtrauchen gibt es bei Frauen die sogenannte Antiöstrogene Wirkung nicht mehr. Dadurch lassen sich die Wechseljahre, besonders der Eintritt und der Verlauf, besser kontrollieren und auch der Eintritt einer möglichen Schwangerschaft wird durch das Nichtrauchen begünstigt. Bei einer bereits bestehenden Schwangerschaft besteht außerdem die Gefahr, dass das Gehirn des Kindes geschädigt wird und auch das Ungeborene mit den giftigen Stoffen des Rauchens belastet wird.

Geruchs- und Geschmackssinn

Schon nach wenigen Tagen des Nichtrauchens wird der Geruchs- und Geschmackssinn wieder verbessert bzw. verfeinert. So können nun wieder Gerüche und Geschmäcker wahrgenommen werden, welche vorher gar nicht oder nur schwer von Rauchern festgestellt worden sind.

Passivrauchen

Passivrauchen, also das Inhalieren von Tabakrauch aus der Luft, stellt für die Mitmenschen ein großes Risiko dar. Besonders Menschen, welche dauerhaft dem Passivrauchen ausgesetzt sind, leiden unter einer erhöhten Gesundheitsgefahr.
Das Nichtrauchen lohnt sich also nicht nur für den Raucher selbst, sondern auch für seine Familie und Mitmenschen. Besonders bei dem Umgang mit kleinen Kindern sollte und darf die Gefahr des Passivrauchens nicht unterschätzt werden.

Geruch

Die Raucher umgibt ein stechender Geruch. Dieser Gestank setzt sich in den Haaren, der Haut und auch im Mundraum ab. Erst, wenn mit dem Rauchen aufgehört wird, stellen viele Raucher den störenden Geruch fest.

Natürliche Entspanntheit

Können Rauchen nicht rauchen, so werden sie zunehmend gereizter und aufgewühlter. Erst wenn sie wieder Tabak geraucht haben, kommt die Entspanntheit zurück. Diese psychische Konfliktsituation ist Nichtrauchern nicht bekannt. Vielmehr sind sie auf eine gesunde und natürliche Art ruhig und gelassen.

Selbstwertgefühl

Viele Raucher fühlen sich nach dem Rauchen schlecht. Sie wissen zwar, dass der Tabakrauch für sie schädlich ist, doch können sie es trotzdem nicht lassen und leben mit einem schlechten Gewissen. Das muss jedoch nicht sein. Wird mit dem Rauchen aufgehört, so ist dies eine enorme und beachtbare Leistung. Dies kann den Startschuss geben, weitere erstrebenswerte Lebensziele zu erreichen. So werden das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität enorm gestärkt und gesteigert.